aktuelles
GMU
Wir haben die Nase voll!!
Landesverband Bayern der Gehörlosen untergräbt wieder die Solidarität mit dem DGB und die Heidelberger Erklärung!
Die ewig Gestrigen im Landesverband beschließen den Nichtfortschritt. Der Landesverband geht sogar so weit, zu behaupten, daß der Ministerpräsident die Mindermeinung vertritt. Die Verantwortlichen des Landesverbandes haben offensichtlich keinen Durchblick mehr!!
Wir bleiben dabei, daß in Bayern die Mehrheit der Gehörlosen (mindestens 5.000 gegenüber 2.600 beim Landesverband) für die gesetzliche Anerkennung der DGS sind. Mit Kopfschütteln vernahmen der Deutsche Gehörlosenbund und viele Verbände Landesverbands-Beschluß. In Kürze sind Reaktion und Klarstellung des DGS zu erwarten.
Die Generalsekretärin des Weltverbandes der Gehörlosen war fassungslos über dieses Eigentor der Bayerischen Gehörlosen im Landesverband. Noch nie hat sich irgendein nationaler Gehörlosenverband der Welt gegen die eigene Gebärdensprache ausgesprochen.
Für alle - außer für den Landesverband Bayern - war der Kampf um die Anerkennung der nationalen Gebärdensprache selbstverständlich. Hier die Kurzinformation aus Deutschland, Europa und der Welt:
Das
Europäische Parlament beschließt 1988 die
Anerkennung der nationalen Zeichensprachen und empfiehlt den nationalen Regierungen und
Gehörlosen-Bünden die Umsetzung dessen.
Der
DGB setzt sich für die gesetzliche, politische
und gesellschaftliche Anerkennung der Deutschen Gebärdensprache ein. Siehe Berlin 1991, Heidelberg 1996 (Heidelberger Erklärung)
(Fast)
alle Landesverbände der Gehörlosen stimmen der
Anerkennung der DGS wie der DGB zu.
Der
Deutsche Gehörlosen-Sportverband und die Deutsche Gehörlosen-Sportjugend sagen ja zur offiziellen Anerkennung der DGS.
Die
deutsche Gesellschaft zur Förderung der Gehörlosen und Schwerhörigen e.V. und ihre bundesweiten 16 Mitgliedsverbände fordern die
Anerkennung der DGS und die sich daraus ergebenden Konsequenzen.
In einem Entschließungsantrag des
Ausschusses für Arbeit und Sozialordnung des Bundestages betonen die Fraktionen von CDU/CSU, F.D.P, SPD
und Bündnis 90/Die Grünen, daß es sich bei der Gebärdensprache um eine
gleichberechtigte Kommunikationsform handelt.
Über 200 Sprachwissenschaftler (Professoren, Doktoren und Dozenten) in Deutschland plädieren für die gesetzliche Anerkennung der DGS.
Viele bundes- und landesweite Arbeitsgemeinschaften,
Gebärdenkursleiter, Gebärdensprach-Dolmetscher, Studenten und Eltern plädieren für die
gesetzliche Anerkennung der DGS.
Die bekannte Regisseurin Caroline Link des
Films "Jenseits der Stille" spricht sich für die Anerkennung der DGS aus.
Der
Bayerische Interessenverband zur Anerkennung der Gebärdensprache, der sich für die Anerkennung der DGS einsetzt, stellt klar die
Mehrheit in Bayern dar (1997).
Ministerpräsident
Dr. Edmund Stoiber unterstützt unsere
politische Forderung zur Anerkennung und Förderung der DGS.
Die
Konferenz der Ministerpräsidenten beschließt
und empfiehlt am 20. März 1997 die Umsetzung des Entschlusses des Europäischen Parlaments
zur Anerkennung der DGS und forciert diese Forderung im Rahmen einer machbaren Umsetzung und der
finanziellen Möglichkeiten (18.3.98).
(ViSdP: GMU, Rudolf Sailer, Muspillistr. 21, 81925 München)